Aus VDR wird BVRB - Bundesverband Reale Bildung

Aus VDR wird BVRB - Bundesverband Reale Bildung

Der Verband Deutscher Realschullehrer wird zum Bundesverband Reale Bildung: Bundesdelegiertenversammlung markiert den Beginn einer neuen Ära

Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) heißt ab sofort Bundesverband Reale Bildung (BVRB). Mit einer entsprechenden Satzungsänderung beschloss die Bundesdelegiertenversammlung am 8. Mai mit Zweidrittelmehrheit den Beginn einer neuen Ära. Mit der Namensänderung reagiert der Verband auf die veränderten schulpolitischen Realitäten: „In vielen Bundesländern gibt es die klassische Realschule nicht mehr. Sehr wohl gibt es aber in allen Ländern Schülerinnen und Schüler, die den Mittleren Schulabschluss anstreben – und die deshalb eine fundierte reale Bildung brauchen. Und dafür sind wir der erste Ansprechpartner“, erklärt der Bundesvorsitzende Ralf Neugschwender.

Gleichzeitig betont der BVRB ausdrücklich, dass die Namensänderung nichts an seinem klaren Einsatz für den Erhalt und die Stärkung der Realschule verändert. Wo die Realschule besteht, bleibt der Verband weiterhin ihre starke bildungspolitische Stimme und setzt sich entschlossen für ihre starke Rolle und gesellschaftliche Anerkennung ein. Dies machten die Delegierten deutlich, indem der Bundesverband den Untertitel „Für Realschulbildung in Deutschland“ trägt.

Reale Bildung braucht im Übrigen auch die deutsche Wirtschaft. Der Mittlere Schulabschluss ist in Zeiten des Fachkräftemangels wichtiger denn je. Auch deswegen macht sich der BVRB in einem einstimmig verabschiedeten Leitantrag stark für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung sowie für eine noch engere Verzahnung von Schule und Wirtschaft. „Das Abitur ist nicht der alleinige Weg zum beruflichen Glück. Realschulen und verwandte Schulformen halten beide Wege offen: den zum Abitur und den zur Ausbildung in Handwerk, Industrie und Handel. Darum leistet reale Bildung einen elementaren Beitrag zur Fachkräftesicherung. Dem tragen wir mit unserem neuen Namen ebenfalls Rechnung", so Neugschwender.

Als Leitplanke der bildungspolitischen Arbeit des BVRB in den kommenden vier Jahren beschlossen die Delegierten einen Leitantrag, in dem sich der Verband stark macht für einen positiven Leistungsbegriff, eine starke Berufsorientierung an Schulen, eine fundierte Demokratiebildung, eine Null-Toleranz-Politik bei Gewalt gegen Lehrkräfte, eine pädagogisch sinnvolle Digitalisierung sowie ein qualitätsvolles differenziertes Bildungswesen.

In eine spannende Zukunft startet der BVRB mit einem neuen Vorstand. So wurde Ralf Neugschwender als Bundesvorsitzender ebenso wie Sven Christoffer als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Als weitere Stellvertreter wurden Birgit Zollitsch und Bengjamin Bajraktari erstmals in den Vorstand gewählt. Im Amt bestätigt wurden Schatzmeister Ingo Lürbke und Schriftführerin Madeleine Helbig. „Besonders freut mich, dass alle in unserem Vorstandsteam herausragende Wahlergebnisse erzielt haben. Wir starten mit viel Rückenwind. Der VDR ist Geschichte, aber reale Bildung ist aktueller und wichtiger als je zuvor. Darum ist mit dem BVRB mehr denn je zu rechnen!“, unterstreicht Neugschwender.

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