Tarifergebnis wird auf Beamte und Versorgungsempfänger übertragen
Das im Februar im Rahmen der Tarifverhandlungen zum TV-L für die Tarifbeschäftigten der Länder ausgehandelte Tarifergebnis wird für die niedersächsischen Beamtinnen und Beamten, sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger, im Ergebnis inhalts- und wirkungsgleich übernommen. Dies ist das Ergebnis eines heutigen Besoldungsgesprächs zwischen den Spitzenorganisationen des öffentlichen Dienstes und Finanzminister Gerald Heere.
Im Ergebnis bedeutet diese Einigung, dass die niedersächsischen Beamtinnen und Beamten ab dem 1. April 2026 mit einer Besoldungserhöhung um 2,8 Prozent, ab dem 1. März 2027 um weitere 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2028 um einen weiteren Prozentpunkt rechnen können. Ein entsprechendes Besoldungsanpassungsgesetz soll umgehend erfolgen.
Der 1. Landesvorsitzende des dbb niedersachsen, Alexander Zimbehl, begrüßte im Kern die erzielte Einigung mit dem niedersächsischen Finanzministerium.
„Die grundsätzliche Formel „Besoldung folgt Tarif“ konnte auch im Nachklapp dieser Einkommensrunde erzielt werden“, so Zimbehl. „Wenngleich wir mit dem erzielten Tarifergebnis im TV-L auch nach wie vor nicht im vollen Umfang zufrieden sein können, bedeutet die inhalts- und wirkungsgleiche Übernahme ein Zeichen der Anerkennung gegenüber unseren Beamtinnen und Beamten, sowie den Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfängern. Ein weiteres Auseinanderdriften der Systeme konnte dementsprechend durch unsere Initiativen verhindert werden!“
Der 2. Landesvorsitzende des dbb niedersachsen und Landesvorsitzende der Kommunalgewerkschaft komba, Dr. Peter Specke, unterstrich zudem die Bedeutung, dass auch die kommunalen Beamtinnen und Beamten in den Genuss des Tarifergebnisses kommen. „Das nunmehr auch die kommunalen Beamtinnen und Beamten als mittelbare Landesbeamte in den Genuss der Besoldungserhöhung kommen ist ein wichtiges Signal in schwierigen Zeiten “, so Specke.
Der dbb niedersachsen begrüßt zudem, dass sich die Ergebnisse der Tarifverhandlungen durch die jetzige Umsetzung ebenso für den Kreis der Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger auswirken.
Für die an den Verhandlungen beteiligte Delegation des dbb niedersachsen betonte der 1. Landesvorsitzende Alexander Zimbehl abschließend: „Die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger in Niedersachsen sind in der Vergangenheit wiederholt und trotz unserer ausdrücklichen Kritik bei Inflations- und Alimentationsausgleichsmaßnahmen nicht berücksichtigt worden. Das dies bei diesen Verhandlungen nicht erneut passiert ist, ist zumindest ein positives Signal. Gleichwohl kritisieren wir die bisherige Verfahrensweise der Landesregierung hinsichtlich der Berücksichtigung unserer Pensionäre, jüngst durch das Ausbleiben der Sonderzahlung, weiterhin mit Nachdruck und fordern auch hier endlich eine Gleichbehandlung und entsprechende Berücksichtigung!“
Pressemitteilung des dbb beamtenbund und tarifunion niedersachsen vom 11. März 2026