VNL - Statement zur Abschaffung der schriftlichen Divivsion in der Grundschule

VNL - Statement zur Abschaffung der schriftlichen Divivsion in der Grundschule

  • Problem wird auf weiterführende Schule abgeschoben
  • Einbettung der schriftlichen Division in den Unterricht der 5./6. Klasse führt dort zur Stoffverdichtung

Zur Abschaffung des schriftlichen Dividierens in der Grundschule äußert sich Torsten Neumann, Vorsitzender des VNL – Verband Niedersächsischer Lehrkräfte wie folgt:

„Niedersachsens Grundschülerinnen und -schüler, die zum kommenden Schuljahr eingeschult werden, sollen nicht mehr das schriftliche Dividieren, sondern nur noch das halbschriftliche Dividieren erlernen. Die Vermittlung des schriftlichen Dividierens soll erst in der 5./6. Klasse der weiterführenden Schule erfolgen. Das sehen wir kritisch.

Das halbschriftliche Verfahren fördert das Verständnis fürs schriftliche Dividieren. Nicht ohne Grund wird dieses Verfahren auch jetzt schon in der Grundschule vorbereitend auf das schriftliche angewandt. Das schriftliche Dividieren schließt sich dann nahtlos an. Ob das erneute Aufgreifen der Division in der weiterführenden Schule die bestehenden Probleme bei der schriftlichen Division für alle Schülerinnen und Schüler wirklich lösen wird, sei dahingestellt. Wird dadurch nicht nur das Problem von der Grundschule auf die weiterführende Schule abgeschoben, die dafür keine zusätzliche Mathematikstunde in der Stundentafel erhalten wird?

Dabei ist es keineswegs so, dass durch die Kultusministerkonferenz die Abschaffung des schriftlichen Dividierens in der Grundschule zwingend festgelegt worden ist, sie ermöglicht dieses Vorgehen. Sachsen zum Beispiel will sich dem niedersächsischen Schritt nicht anschließen.

Ungeklärt bleibt derzeit, wie das schriftliche Dividieren als zusätzliches Thema in den Mathematikunterricht der weiterführenden Schule eingebettet werden soll. Das führt dort zu einer Stoffverdichtung. Ob dieses Vorgehen wirklich pädagogisch sinnvoll ist?“

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